
Laut einer aktuellen Studie zeigt sich die Mehrheit der Arbeitnehmer davon überzeugt, männliche Chefs hätten einen anderen Kommunikationsstil als ihre weiblichen Pendants. Aber wie genau führen Frauen? Und ist anders gleich besser oder schlechter? Diesen und anderen Fragen ist die aktuelle Allensbach-Studie „Typisch Frau, typisch Mann? Kommunikationsstile zwischen Klischee und Wirklichkeit“ im Auftrag von JACOBS Krönung auf den Grund gegangen. Interessantes Ergebnis des aktuellen Berichtsbandes aus der Reihe „Gesprächskultur in Deutschland“: Im Widerspruch zur verbreiteten Überzeugung zeigen sich keine typischen Unterschiede im Führungsstil von Männern und Frauen, wenn man die persönliche Einschätzung der Berufstätigen abfragt.
Partiell werden aber geringe Unterschiede wahrgenommen. Jeder vierte Befragte attestiert einer Chefin größeres Einfühlungsvermögen. Außerdem scheint sie gegenüber ihren Mitarbeitern sensibler zu sein und hat auch mal ein Ohr für außerberufliche Themen. Dafür meinen aber von allen Befragten, die von einem Unterschied zwischen den Kommunikationsstilen der Führungskräfte überzeugt sind, zehn Prozent, Frauen in leitenden Positionen seien konkurrenzorientierter. Und wie steht es um die Herren der Schöpfung? Die Studie zeigt: Männliche Chefs werden zwar als weniger emotional wahrgenommen, äußern nach Einschätzung der Befragten Kritik dafür aber auch sachlich und nicht persönlich.
Deutlich wird: Egal ob Mann oder Frau – eine gute Führungspersönlichkeit lässt sich nicht an X- oder Y-Chromosomen ausmachen. Daher geben auch fast 60 Prozent der Studienteilnehmer an, ihnen sei es egal, ob ihr Chef männlich oder weiblich ist.


